FAQ
Viele Fragen zum eigenen Wintergartenbau ähneln sich – von den Kosten über die Baugenehmigung bis zur Energieeffizienz. Die Antworten hier geben Sicherheit vor dem Bau.
Fragenliste mit Link zu den Antworten unten
➜ Was kostet ein Wintergarten für ein Einfamilienhaus?
➜ Benötigt ein Wintergarten eine Baugenehmigung?
➜ Welche Förderung gibt es aktuell für den Wintergartenbau?
➜ Wie viel Energie spart ein Wintergarten durch solare Gewinne?
➜ Was ist der Unterschied zwischen einem Kaltwintergarten und einem Warmwintergarten?
➜ Wie viel Fläche wird für einen Wintergarten mindestens benötigt?
➜ Welche Verglasung ist für einen Wintergarten optimal?
➜ Wie viel Zeit dauert der Bau eines Wintergartens?
➜ Was sollte ich beim Bau und der Nutzung eines Wintergartens auf keinen Fall tun?
Wintergartenbau ist ein komplexes Thema – viele Bauweisen, viele Vorschriften. Wer sich selbst informiert, trifft die bessere Entscheidung. Diese Fragen und Antworten helfen, ein eigenes Bild zu machen.
Was kostet ein Wintergarten für ein Einfamilienhaus?
Ein Wintergarten mit 20 m² Grundfläche kostet 48.000 € netto. Davon entfallen 22.000 € auf die Aluminiumkonstruktion, 14.000 € auf die Dreifachverglasung, 6.000 € auf Fundament und Bodenplatte, 3.500 € auf die Montage und 2.500 € auf die Elektroinstallation mit Beleuchtung und Steckdosen. Laufende Kosten entstehen für Reinigung, Wartung und Versicherung mit 300 € pro Jahr.
Benötigt ein Wintergarten eine Baugenehmigung?
Ein beheizter Wintergarten benötigt immer eine Baugenehmigung. Die Bauämter prüfen Statik, Energieeinsparverordnung und Abstandsflächen. Bei einem unbeheizten Kaltwintergarten bis 30 m² kann je nach Bundesland eine Bauanzeige ausreichen. Ohne Genehmigung drohen Bußgelder bis 50.000 € und ein Rückbau.
Welche Förderung gibt es aktuell für den Wintergartenbau?
Für einen beheizten Wintergarten mit Dreifachverglasung kann ein Zuschuss aus dem KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ genutzt werden. Die Förderung beträgt 15 % der förderfähigen Kosten, maximal 9.000 €. Voraussetzung ist die Einbindung eines Energieberaters. Zusätzlich gewähren einige Bundesländer Bonusprogramme für energieeffiziente Gebäude. Die Antragstellung muss immer vor Auftragserteilung erfolgen.
Wie viel Energie spart ein Wintergarten durch solare Gewinne?
Ein 20 m² großer Wintergarten mit Südausrichtung und Dreifachverglasung liefert jährlich rund 4.000 kWh solare Wärmegewinne. Bei einem Heizenergiepreis von 12 ct/kWh entspricht das einer Einsparung von 480 € pro Jahr. Voraussetzung ist eine ausreichende Lüftung, um Überhitzung zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen einem Kaltwintergarten und einem Warmwintergarten?
Ein Kaltwintergarten ist unbeheizt, günstiger in der Anschaffung und kostet ab 1.000 € pro m². Er eignet sich als geschützter Außenbereich, ist aber im Winter kaum nutzbar. Ein Warmwintergarten ist beheizt, benötigt Wärmeschutzverglasung und Dämmung und kostet ab 2.400 € pro m². Er kann ganzjährig als Wohnraumerweiterung genutzt werden.
Wie viel Fläche wird für einen Wintergarten mindestens benötigt?
Ein funktionaler Wintergarten sollte mindestens 12 m² Grundfläche haben, damit Tisch und Sitzgruppe Platz finden. Für eine Wohnraumerweiterung sind 20 m² bis 25 m² üblich. Pro zusätzlicher Person im Haushalt sollten 4 m² eingeplant werden.
Welche Verglasung ist für einen Wintergarten optimal?
Für einen beheizten Wintergarten ist Dreifach-Wärmeschutzverglasung mit einem U-Wert von maximal 0,7 W/m²K optimal. Diese reduziert Heizkosten und verhindert Kondensation. Für unbeheizte Kaltwintergärten reicht eine Einfach- oder Doppelverglasung mit U-Wert zwischen 2,7 und 1,4 W/m²K aus. Sonnenschutzglas kann zusätzlich bis zu 60 % der Wärmestrahlung abhalten.
Wie viel Zeit dauert der Bau eines Wintergartens?
Die Bauzeit für einen Wintergarten mit Fundament, Konstruktion und Verglasung beträgt 6 bis 8 Wochen. Davon entfallen 3 Wochen auf Fundament und Bodenplatte, 2 Wochen auf die Konstruktion und 1 bis 3 Wochen auf Verglasung, Elektroinstallation und Innenausbau. Hinzu kommen 6 bis 10 Wochen Bearbeitungszeit für die Baugenehmigung.
Was sollte ich beim Bau und der Nutzung eines Wintergartens auf keinen Fall tun?
Drei typische Fehler sind: (1) Keine ausreichende Lüftung. Ohne Fensterlüftung oder Lüftungsklappen steigt die Luftfeuchtigkeit und Schimmel entsteht. (2) Billige Einfachverglasung bei beheizten Wintergärten. Dadurch entstehen hohe Heizkosten und Tauwasserprobleme. (3) Fehlende Statikprüfung bei älteren Häusern. Ohne Nachweis der Tragfähigkeit drohen Risse im Mauerwerk oder Einsturzgefahr.
